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Griechisches Golden Visa im Jahr 2026: eine Rekordzahl von Ausstellungen und ein unerwarteter Bonus durch die Einführung des europäischen EES-Systems. Was das für Immobilienkäufer bedeutet.

Daten, die gestern von der Fachpublikation Varnavas Law veröffentlicht wurden, belegen eine starke Beschleunigung des griechischen Aufenthaltsprogramms durch Investitionen. Im Jahr 2026 erteilte Griechenland 8.879 Aufenthaltsgenehmigungen im Rahmen des Golden-Visa-Programms — eine...

Daten, die gestern von der Fachpublikation Varnavas Law veröffentlicht wurden, belegen eine starke Beschleunigung des griechischen Aufenthaltsprogramms durch Investitionen. Im Jahr 2026 erteilte Griechenland 8.879 Aufenthaltsgenehmigungen im Rahmen des Golden-Visa-Programms — eine Zahl, die Analysten als eine der höchsten seit dem Start des Programms im Jahr 2013 bezeichnen. Das Vorjahr war vom Volumen der Erteilungen her deutlich bescheidener.

Der Anstieg der Genehmigungen erfolgt vor dem Hintergrund einer erheblichen Verschärfung der Investitionsschwellen, die im September 2024 eingeführt wurde. Für Objekte in Attika — einschließlich der Innenstadt von Athen und Piräus — sowie in Thessaloniki, Mykonos, Santorini und allen Inseln mit mehr als 3.100 Einwohnern beträgt die Mindestinvestition nun €800.000. In den übrigen Regionen des Landes bleibt die Schwelle bei €400.000, während für eine spezielle Klasse von Objekten — Umnutzung von Gewerberäumen zu Wohnzwecken oder Restaurierung historischer Gebäude — ein Schwellenwert von €250.000 unabhängig vom Standort gilt.

Dass die Zahl der Genehmigungen ausgerechnet nach der Verschärfung der Anforderungen gestiegen ist, spiegelt die Struktur der neuen Nachfrage wider: Das Programm wird zunehmend von wohlhabenden Investoren aus den USA, Großbritannien und dem Nahen Osten genutzt, für die die Schwelle von €800.000 keinen limitierenden Faktor darstellt. Laut Buygreece.us ist die Zahl der US-Antragsteller für das griechische Golden Visa im vergangenen Jahr im Jahresvergleich um etwa 49 % gestiegen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient ein Ereignis, das nicht offiziell mit dem Immobilienmarkt zusammenhängt, aber einen echten praktischen Vorteil für Inhaber einer griechischen Aufenthaltserlaubnis schafft. Im April 2026 startete die Europäische Union das Einreise-/Ausreisesystem (EES), das Drittstaatsangehörige bei der Einreise in den Schengen-Raum verpflichtet, sich einer biometrischen Identifizierung und Registrierung in der Grenzdatenbank zu unterziehen. Inhaber einer gültigen Aufenthaltserlaubnis, auch im Rahmen des griechischen Golden Visa, sind von diesem Verfahren befreit. Das bedeutet, dass für einen Investor mit griechischem Aufenthaltsstatus das Überschreiten europäischer Grenzen so bleibt, wie es vor April war: ohne Schlangen bei der Biometrie, ohne Beschränkungen der Aufenthaltstage im Schengen-Raum, ohne das ETIAS-Verfahren, das später eingeführt wird.

Für den regionalen Immobilienmarkt ist dies praktisch bedeutsam. Käufer, die Chalkidiki, Kreta oder den Peloponnes als Zweitwohnsitz mit der Perspektive auf einen Aufenthaltsstatus in Betracht ziehen, erhalten nicht nur Zugang zum europäischen Markt, sondern auch einen nachhaltigen Mobilitätsvorteil in einer Zeit, in der andere Nicht-EU-Bürger mit neuen Grenzbeschränkungen konfrontiert sind. Das Gesamtvolumen der Wohnimmobilien in Griechenland erreichte laut der Grundsteuerdatei ENFIA im Jahr 2026 €782,5 Milliarden. Attika, zu dem Groß-Athen gehört, macht mehr als die Hälfte dieses Betrags aus — €412,6 Milliarden.

Immobilien in Griechenland — Chalkidiki, Korfu, Festlandküste: discount-house.com/greece

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