Hypotheken in den USA sind wieder teurer geworden. Freddie Mac: 6,37 % pro Jahr – und ein Markt, auf dem der Käufer endlich Einflussmöglichkeiten hat.
Freddie Mac veröffentlichte am 7. Mai seine wöchentliche Hypothekenzinsumfrage: Der durchschnittliche Zinssatz für eine 30-jährige Festhypothek betrug 6,37 % pro Jahr. Eine Woche zuvor lag der Satz bei 6,30 %. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug der Satz 6,76 %.
Der Anstieg – in absoluten Zahlen gering – spiegelt den anhaltenden geopolitischen Druck auf den Anleihenmarkt wider. Ende Februar starteten die USA eine Militäroperation im Iran, was einen Anstieg der Gaspreise und eine Welle der Unsicherheit auf den Finanzmärkten auslöste. Hypothekenzinsen, die an die Renditen von Staatsanleihen gekoppelt sind, reagierten im März mit einem Anstieg und sind seitdem nicht mehr auf die Niveaus zu Jahresbeginn zurückgekehrt.
Vor diesem Hintergrund befindet sich der US-Immobilienmarkt im Mai 2026 in einem seltenen Zustand: Das Angebot wächst, die Preise stagnieren, und zum ersten Mal seit mehreren Jahren haben Käufer echte Verhandlungsmacht. Laut Daten von Freddie Mac selbst sind die Verkäufe von Neubauten leicht gestiegen, der mittlere Preis von Neubauten ist auf den niedrigsten Stand seit Juli 2021 gefallen, und das Angebot an zum Verkauf stehenden Häusern ist im Vergleich zu den jüngsten Tiefstständen um etwa 20 % gestiegen.
J.P. Morgan prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 ein Nullwachstum der Immobilienpreise in den USA. Fannie Mae erwartet +2,4 %, die National Association of Realtors +4 %. Diese Spannbreite an Prognosen spiegelt die Unbeständigkeit des Augenblicks wider: Der amerikanische Markt balanciert gleichzeitig zwischen verbesserter Erschwinglichkeit von Wohnraum und anhaltenden Einschränkungen für Käufer. Die Zinsschwelle, bei der Millionen amerikanischer Mieter sich eine Hypothek leisten können, liegt Analystenberechnungen zufolge näher an 6 % als an den aktuellen 6,37 %.
Für ausländische Käufer, die die USA als Ziel für Immobilieninvestitionen in Betracht ziehen, schafft die aktuelle Situation ein ungewöhnliches Fenster: Das Angebot ist gestiegen, auch die Verhandlungsflexibilität der Verkäufer. Die Märkte in New York, Florida und Kalifornien haben historisch gesehen genau in Zeiten ausländisches Kapital angezogen, in denen einheimische Käufer sich zurückziehen. Derzeit hält der Hypothekenzins einige von ihnen am Rande.
Die nächste Sitzung der US-Notenbank (Fed) ist für Ende Mai geplant. Die meisten Analysten erwarten keine Zinsänderung – aber die Formulierungen des Regulators werden vom Markt genau auf Signale in Bezug auf den Herbst gelesen werden.
Immobilien in den USA – Miami, New York, Florida: discount-house.com/usa
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