11,6 Millionen Touristen im Jahr 2025. Warum die Nordküste der Dominikanischen Republik zunehmend anstelle von Punta Cana gewählt wird – und was das für den Investor bedeutet.
Die Dominikanische Republik schloss das Jahr 2025 nach Angaben des Tourismusministeriums MITUR mit einem Rekord von 11,6 Millionen internationalen Touristen ab. Damit liegt das Land bei den Besucherzahlen in der Karibikregion an erster Stelle und bestätigt die Investitionslogik, auf der der Markt für Küstenimmobilien im letzten Jahrzehnt aufgebaut wurde. Die Prognose für 2026 liegt bei 12,5 Millionen. Selbst wenn die tatsächliche Zahl aufgrund von Wetterfaktoren oder Schwankungen bei der Verkehrsanbindung um 5% niedriger ausfällt, bleibt die Nachfrage nach Kurzzeitmieten in touristischen Standorten strukturell hoch.
Interessanter als die Gesamtzahlen des Touristenstroms ist jedoch, wie sie sich auf die verschiedenen Regionen verteilen – und was dies über den langfristigen Wert einzelner Standorte aussagt.
Punta Cana bleibt der volumenstärkste Markt des Landes. Cap Cana, die beste Adresse in der Gegend, bietet Villen und Apartments je nach Objekt für 3.100–7.000 US-Dollar pro Quadratmeter – ein Niveau, das mit einigen europäischen Ferienimmobilienmärkten vergleichbar ist. Die meisten Objekte hier arbeiten mit Verwaltungsgesellschaften zusammen, die garantierte Mietprogramme anbieten: Der Käufer erhält einen vierteljährlichen Ertragsbericht, hat jedoch nur begrenzte Kontrolle über Betriebskosten und Vermarktungsstrategie. Dies ist ein Modell, das institutionellen Anlegern vertraut ist.
Analysten von TheLatinvestor, die einen der wenigen regelmäßig aktualisierten Tracker des dominikanischen Marktes betreiben, sehen in der ersten Jahreshälfte 2026 an der Nordküste ein anderes Bild. Cabarete und Sosúa ziehen ein Publikum an, das Punta Cana nicht anspricht: Surfer, Taucher, Familien mit Kindern, denen internationale Schulen und eine echte ganzjährige Lebensinfrastruktur wichtig sind. Die durchschnittliche jährliche Auslastung gut gelegener Objekte an der Nordküste liegt zwischen 55% und 70%, in der Hauptsaison von Dezember bis April bei 85–90%. Dies ist vergleichbar mit den Werten von Punta Cana, wird jedoch ohne die Zahlung einer Prämie für die Resortzonenmarke und ohne die obligatorische Übergabe der Immobilie an eine Verwaltungsgesellschaft erreicht.
Die Preise sind hier zwei- bis dreimal niedriger als in Cap Cana. Die medianen Kosten pro Quadratmeter für Wohnimmobilien im ganzen Land betragen etwa 1.030 US-Dollar; in Cabarete und Las Terrenas liegen sie für neue Objekte mit Meerblick bei etwa 1.500–2.000 US-Dollar. Für einen Käufer, der die Immobilie einen Teil des Jahres selbst nutzen und die restliche Zeit über eigene Kanäle vermieten möchte, ist dies eine grundlegend andere Rechnung.
Ein wichtiges Risiko, das direkt angesprochen werden sollte: Die Dominikanische Republik verfügt über kein zentrales Transaktionsregistrierungssystem für Immobilien, das mit europäischen Grundbüchern oder dem DLD in Dubai vergleichbar wäre. Die Überprüfung des rechtlichen Status eines Objekts erfordert eine gesonderte Anfrage beim Registro Inmobiliario, eine Analyse des Deslinde (Lageplans) und die Prüfung der Eigentumshistorie. Objekte, die als „Punta Cana“ vermarktet werden, aber 40 Autominuten vom Strand entfernt liegen, sowie Projekte von Bauträgern ohne nachgewiesene Erfolgsbilanz bei der Objektübergabe sind die häufigsten Quellen von Beschwerden auf dem Markt. Eine korrekte rechtliche Due Diligence dauert zwei bis vier Wochen und kostet unvergleichlich weniger als die Beilegung von Streitigkeiten nach dem Kauf.
Immobilien in der Dominikanischen Republik – Cabarete, Sosúa, Punta Cana: discount-house.com/dominican-republic
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