Spanien hat 7 Milliarden Euro für den Wohnungsbau bereitgestellt. Für ausländische Käufer an der Costa Blanca ändert das fast nichts – und das ist der Grund.
Am 22. April genehmigte das Kabinett von Pedro Sánchez ein Wohnungspaket in Höhe von 7 Milliarden Euro – die größte staatliche Verpflichtung im Bereich bezahlbarer Wohnraum seit Jahrzehnten. Das Programm wird die Haushaltsinvestitionen in den sozialen Wohnungsbau über einen Zeitraum von vier Jahren verdreifachen, junge Mieter subventionieren und eine historische Gesetzeslücke schließen, die es ermöglichte, Sozialwohnungen wenige Jahre nach der Fertigstellung in den privaten Sektor zu überführen.
Die politische Logik ist durchsichtig. Wohnen ist drei Jahre in Folge das wichtigste Problem für die spanischen Wähler. Laut Eurostat stiegen die Wohnungspreise in Spanien Ende 2025 um fast 13 % im Jahresvergleich – eine der höchsten Raten in der EU. Sánchez bezeichnet die Situation als „ausgewachsene Krise“ und bewirbt dieses Paket auch als Wahlkampfressource vor den Wahlen 2027.
Für ausländische Immobilienkäufer an der Costa Blanca, in Alicante oder Torrevieja ist die Antwort auf die Frage „Was wird sich ändern?“ kurz: kurzfristig fast nichts. Das staatliche Programm zielt auf städtische Mietmärkte ab – Barcelona, Madrid, Valencia, Sevilla – und auf ein Segment, in dem ausländische Käufer praktisch nicht vertreten sind. Der sekundäre Küstenmarkt, auf dem die überwältigende Mehrheit der ausländischen Transaktionen konzentriert ist, folgt seinen eigenen Gesetzen von Angebotsknappheit und stabiler Nachfrage.
Nach Angaben spanischer Notare entfielen auf ausländische Käufer im Jahr 2025 etwa 20 % aller Immobilientransaktionen in Spanien. In der Provinz Málaga liegt dieser Anteil bei über 42 %. In Alicante, wo sich die meisten Objekte unseres Portals befinden, ist der Anteil ausländischer Käufer ebenfalls deutlich über dem Landesdurchschnitt. Die Preise in diesen Regionen sind im vergangenen Jahr um 7–13 % gestiegen, und Analysten von CBRE und BBVA Research erwarten weder 2026 noch 2027 eine wesentliche Verlangsamung – da der neue staatliche Wohnungsbau frühestens 2028–2029 auf den Markt kommen wird.
Der einzig nennenswerte indirekte Effekt: Das Programm stärkt Spaniens Position als ein Land, dessen Regierung die Wohnkrise ernst nimmt, was die allgemeine Investitionsattraktivität des Marktes in den Augen internationaler Fonds unterstützt. Laut CBRE Iberia wird das Investitionsvolumen in spanischen Immobilien 2026 auf 19–21 Milliarden Euro prognostiziert.
Immobilien in Spanien – Alicante, Torrevieja, Benidorm: discount-house.com/spain
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