Die Statistik Montenegros verzeichnete einen Anstieg der Neubaupreise um 19 % im Jahr 2025.
Das Statistische Amt von Montenegro (Monstat) hat Daten zu Neubaupreisen für Wohnimmobilien für das Jahr 2025 veröffentlicht. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in neu errichteten Wohngebäuden betrug 2.200 € gegenüber 1.844 € im Vorjahr — ein Anstieg von 19,3 % innerhalb von 12 Monaten. Die Daten allein für das vierte Quartal 2025, die SeeNews zuvor veröffentlichte, verzeichnen einen Wert von 2.206 €/m² und ein jährliches Wachstum von 14 %.
Um das Ausmaß der Veränderungen zu verstehen, ist ein historischer Vergleich nützlich. Noch im dritten Quartal 2024 lag der durchschnittliche Neubaupreis landesweit bei 1.854 €/m². Im vierten Quartal 2024 — 1.936 €/m² (ein Anstieg von 8,2 % im Jahresvergleich). Die Beschleunigung im Jahr 2025 auf 14–19 % deutet auf eine qualitative Verschiebung des Marktes hin, nicht auf eine träge Bewegung.
Der Landesdurchschnitt jedoch verzerrt das Bild an den begehrtesten Standorten erheblich nach unten. Laut MN Housing und RE/MAX Montenegro handeln Tivat und die angrenzende Bucht von Kotor im Bereich von 2.450 €–4.500 € pro Quadratmeter für gewöhnliche Neubauten. Bei Premium-Projekten — Porto Montenegro, Lustica Bay, Boka Place — liegen die Preise im Bereich von 6.000 €–12.000 € und nähern sich damit den Niveaus des montenegrinisch-adriatischen Marktes, der mit den Märkten Kroatiens und der türkischen Schwarzmeerküste konkurriert. Die Budva Riviera bewegt sich im Bereich von 2.000 €–4.000 €, während Bar und Herceg Novi von 1.800 € bis 2.200 € reichen.
Für einen Investor, der einen Einstiegspunkt mit Wachstumspotenzial sucht, teilt sich der Markt nun in drei bedingte Segmente. Das erste — die Premiumküste (Tivat, Kotor, Budva) — wo die Preise bereits hoch sind und weiteres Wachstum durch die Kaufkraft der Käufer begrenzt wird. Das zweite — wachsende sekundäre Standorte: Bar, Herceg Novi, Risan — wo sich die Infrastruktur verbessert, die Preise aber noch nicht die Spitzenniveaus der Nachbarn erreicht haben. Das dritte — die nördlichen Bergregionen (Kolašin, Mojkovac) — wo Kurzzeitvermietungen in der Skisaison 6–8 % pro Jahr abwerfen und das Preispotential an die Fertigstellung der Autobahn Bar–Boljare bis 2028 gebunden ist.
Der regulatorische Kontext verdient besondere Aufmerksamkeit. Anfang 2026 hob Montenegro die Mindestinvestitionsschwelle für den Erhalt eines vorübergehenden Aufenthaltsstatus durch Immobilien auf 150.000 € an und brachte die Regelung mit den Anforderungen des EU-Beitrittsprozesses in Einklang. Käufer, die Montenegro speziell als Instrument für die Residenz betrachten, müssen diese Änderung bei der Auswahl einer Immobilie berücksichtigen: Bei gleichen Anteilen an Miteigentum muss jeder Miteigentümer mindestens 150.000 € halten, um ein eigenständiges Recht auf eine Aufenthaltserlaubnis zu haben.
Immobilien in Montenegro — Bar, Budva, Kotor, Tivat: discount-house.com/montenegro
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